Impuls: Demenz vorbeugen - was man als Kind tun kann
- Hanna Kuschel

- vor 4 Tagen
- 2 Min. Lesezeit

Wenn Leute erfahren, dass meine Mama dement ist, höre ich öfter: "Das ist das Schrecklichste, was ich mir für meine Eltern vorstellen kann."
Und ich kann diese Angst vor Demenz, der großen Unbekannten, sehr gut nachvollziehen!
Hier sind drei Punkte, auf die du als Kind achten kannst, wenn du möchtest, dass deine Eltern lange fit bleiben:
1. Schicke sie regelmäßig zum Hörtest
👂Schlechtes Hörvermögen führt dazu, dass sich Betroffene aus Gesprächen ausklinken. Sie schalten ab, denken nicht mehr mit. In der Folge wird das Hirn weniger trainiert und baut Fähigkeiten ab. Also, her mit dem Hörgerät, denn: Gut hören können hält jung!
Bestehe darauf, dass sie mindestens einer festen Aktivität in der Woche nachgehen
🏖 Rente = große Freiheit oder doch eher die große Leere?
Eine feste Aktivität in der Woche sorgt dafür, dass sie sich ordentlich anziehen müssen, rausgehen & unter Leute kommen, es strukturiert den Tag und die Woche
Fördere ihre Eigenständigkeit fördern und übernimm nicht alle Aufgaben für sie
🔎 Wie überlebensfähig ist eigentlich jede_r deiner Eltern für sich genommen? Achte mal drauf!
Die Regel für dich sollte sein:
Hilf ihnen so wenig wie möglich - so lange wie möglich!
Sonst droht die gelernte Abhängigkeit und ihre Eigenständig geht flöten.
Du kannst ihnen aber helfen, Fähigkeiten zurückzugewinnen, indem du mit ihnen übst, zB wie man den Fernseher anmacht.
Und zuletzt: auch mit einer Demenzdiagnose ist das Leben nicht vorbei 🫶🏼
Ich habe damals den Satz gelesen: Jeder hat ein Recht auf Demenz!
Und es stimmt: Jeder hat das Recht auf das eigene Schicksal. Auch deine Eltern.
Ganz viel Liebe geht raus, weil ich weiß, wie schwer das sein kann 🤍



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