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  • Methode: die Familienaufstellung

    Bei einer Familienaufstellung werden innere Bilder von Beziehungen und Dynamiken sichtbar gemacht. Verborgenes wird bewusst. Das Ergebnis: Neue Erkenntnisse und Lösungsimpulse Die Familienaufstellung ist eine Methode der systemischen Therapie und Beratung, die innere Bilder familiärer oder sozialer Beziehungen nach außen sichtbar macht. Sie dient dazu, verborgene Dynamiken, Loyalitäten und Verstrickungen innerhalb eines Systems (z. B. Familie, Partnerschaft, Organisation) bewusst zu machen und neue Lösungsimpulse zu ermöglichen. Ziele 🔹️Aktuelle oder vergangene Beziehungsdynamiken (auch verborgene) sichtbar machen 🔹️Förderung von Verständnis für unbewusste Bindungen und Konflikte 🔹️Anbahnung neuer Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten 🔹️Besseres Verständnis davon, was einen in der eigenen Familie geprägt hat Ablauf 1. Themenklärung: Die aufstellende Person schildert ihr Anliegen, das im Zentrum steht. 2. Auswahl von Stellvertretern: Für relevante Familienmitglieder oder Systemelemente werden Personen aus der Gruppe (oder Symbole, Figuren) ausgewählt. 3. Aufstellung im Raum: Die aufstellende Person positioniert die Stellvertreter intuitiv im Raum, sodass ein Bild der Beziehungen entsteht. Das innere Bild wird sichtbar gemacht. 4. Wahrnehmung und Resonanz: Die Stellvertreter teilen ihre Empfindungen, die sie in ihrer Rolle und durch die Aufstellung wahrnehmen. Dynamiken werden erfahrbar. 5. Interventionen und Lösungsbilder: Nun geht es um eine positive Auflösung. Die Leiterin unterstützt durch Umstellungen, Sätze oder Rituale, bis ein stimmigeres Bild entsteht. 6. Integration: Die aufstellende Person nimmt die gewonnenen Einsichten mit und reflektiert, wie diese in ihr Leben einfließen können. "Wie hat mich meine Familie geprägt?" Diese und weitere Fragen können in einer Familienaufstellung beleuchtet werden. In meinem Video erkläre ich mehr dazu. Klick gerne rein! Eine Familienaufstellung kann ein hilfreiches Puzzlestück im Kontext einer Familienrekonstruktion sein. Ich habe ein Video erstellt über die Methodik der Familienrekonstruktion, dort erkläre ich auch nochmal die Familienaufstellung und gebe Einblicke in meine Familie und was mich geprägt hat. Schau gerne rein! Wie hat mich meine Familie geprägt? Diese und weitere Fragen spreche ich in diesem Video an und gebe Einblicke in verschiedene Methoden im Rahmen der Familienrekonstruktion

  • Impuls: Das gute Leben ist ein Prozess

    Das gute Leben nicht als ein Ziel, das man erreicht, sondern als ständiger Prozess. So sieht es Carl Rogers. 💡Inspiration of the day: Das gute Leben Das gute Leben = Offenheit + Achtsamkeit + Selbstvertrauen + Eigenverantwortung + positive Zuwendung für alle? So zumindest sieht es Carl Rogers, ein prägender Psychologe und Humanist aus dem 20. Jahrhundert. Er hat im Rahmen seiner klientenzentrierten Psychotherapie dieses Modell aufgestellt, das zusammenfasst, was es seiner Meinung nach für ein gutes Leben braucht (definiert als seelisches Wohlbefinden).  Was mir daran gefällt: 🔹️ Das gute Leben nicht als Punkt, den man mal erreicht, sondern als Prozess, der ständig läuft 🔸️ Mal zu lesen, was es wohl für ein gutes Leben braucht 🤓 🔹️ Erfahrung formt unsere Persönlichkeit 🔄 wir streben aber auch danach, uns durch gewisse Erfahrungen zu entfalten, um danach vielleicht jemand anderes zu sein? 🧐 🔸️ Ich kann nicht sagen, wie ich in 20 Jahren bin, weil ich nicht weiß, welche Erfahrungen mich bis dahin weiter geformt haben

  • Kolumne: ein Jahr getrennt

    Eine Sammlung von Dingen, die mir nach meiner Trennung gut getan haben In 2021 war's richtig kacke. Diese Dinge haben mir im Jahr nach meiner Trennung gut getan: 🔹Freunde, die sagen: "Du musst dich nicht neu erfinden. Du warst auch ohne ihn immer eine Persönlichkeit"  🔹oder "Das muss alles total anstrengend sein. Aber irgendwann kommst du an und ehe du dich versiehst, ist dein Joie de Vivre zurück"   🔹in der Arbeit Vertrauen und Wertschätzung zu erfahren   🔹durch Arbeitszeiten Struktur und durch Arbeit Aufgaben zu bekommen 🔹sonnige Wetterprognosen 🔹Palak Paneer 🔹Podcasts von Stefanie Stahl  🔹weitere gleichgesinnte Freundinnen über Bumble BFF zu scouten 🔹Journaling 🔹Auto zu fahren 🔹mich in meiner alle Bedürfnisse erfüllenden Traumwohnung voll auszuleben 🔹Payday 🔹Wiedereröffnung Gastro 🔹Instaposts zu schreiben 🔹alle Entscheidungen, die mir gehören  🔹mit 3 inspirierenden Frauen 12 Wochen lang darüber zu sprechen, was man kann und was man will und wie man sichergeht, dass andere auch merken, was man kann und was man will. #workingoutloud Dieser Text ist aus 2021.

  • Mantra: Mein Körper gibt heute mein Tempo vor

    Listen to your body. Einfacher gesagt als getan. Noch nicht wieder ganz fit, aber heute geht's langsam zurück an die Arbeit. Mit Betonung auf "langsam". Dafür habe ich mir heute Morgen diese Affirmation für den Tag überlegt. Listen to your body - einfacher gesagt als getan. Ich probiere es heute mal. Und mein body hat heute Morgen erstmal ein pain au chocolat verlangt. Wie könnte ich da nein sagen? Kommt gut und gesund durch die Woche! Dieser Text ist vom Oktober 2023.

  • Impuls: das Vertrauensvotum

    Wandle den "Zirkel des Misstrauens" um in einen "Zirkel des Vertrauens": Selbstöffnung schafft Vertrauen, Vertrauen schafft Selbstöffnung. Vertrauensvotum - ein Gedicht Solange ich kein Vertrauen zu dir habe, bin ich nicht offen. Solange ich nicht offen bin, hast du kein Vertrauen zu mir. Solange du kein Vertrauen zu mir hast, bist du nicht offen. Solange du nicht offen bist, habe ich kein Vertrauen zu dir. Solange ich kein Vertrauen zu dir habe, ...  Solange nicht einer von uns  einen Schritt wagt wird es kein Vertrauen geben.  _________ Diese Worte sind nicht von mir, sondern von Brigitte Heidebrecht. Einer Dichterin, deren Gedichtebuch, wobei eher -heft, ich in meinem Elternhaus gefunden habe.  Ich finde, sie beschreibt wunderbar den "Zirkel des Misstrauens", wie ich ihn nenne. Wenn man aus einem Gespräch rausgeht und denkt: "Das das hat sich jetzt shallow angefühlt." Alles blitzt und blinkt in der Erzählung - dabei weiß doch jeder, dass nicht immer alles blitzt und blinkt im Leben... Aus solchen Begegnungen gehe ich raus und fühle mich unverbundener als vorher. Und oft auch mit weniger Energie als davor. In solchen Situationen möchte ich mein Gegenüber schütteln: "Zeig dich, wag mal was, erzähl mir was krass Persönliches, du bist bei mir sicher!" Und denke gleichzeitig: Schade, dass du mir offenbar nicht genug vertraust, um etwas Echtes aus deinem Leben mit mir zu teilen. Eine aktuelle Sorge, eine Unsicherheit, gerne auch eine Freude, eine Peinlichkeit sowieso immer ✌🏼 Ich will Ecken, an denen ich im Gespräch kleben bleiben kann. Und weil es nicht immer angebracht ist, mein Gegenüber zu schütteln, wähle ich oft einen anderen Weg raus aus dem "Zirkel des Misstrauens": Indem ich den Anfang mache. Etwas Echtes aus meinem Leben mitteile, mich verwundbar mache, signalisiere: Ich fühle mich sicher bei dir, hier ist ein kostbares Stück Information für dich, ich bin überzeugt, dass du damit gut umgehen wirst. Ein Vertrauensvotum eben. In der Hoffnung, damit dann den "Zirkel des Vertrauens" zu starten.

  • Kolumne: 10 Learnings nach einem Jahr Onlinedating

    Never forget: You are a fucking queen and only deserve the best Liebe 70-jährige Hanna, weißt du noch, als du das letzte Mal angefangen hast, wieder zu daten? Es war 2020 und du warst ein bisschen aus der Übung.  Diese 10 Dinge hast du gelernt: 1. Zunächst: keine Erwartungen  2. Ernsthaft: Schmeiß alle Erwartungen über Bord 🕊️ Hör' auf, diesen Typen zu googlen und dir vorzustellen, ob du in sein #Vanlife passt, denn 3. Online-Dating ist wie Kuscheltiere-Angeln mit dem Greifautomaten 🐻 Alles kann zu jeder Zeit entgleiten. Du kannst die Dinge nicht kontrollieren. Das ist das Prinzip von Online-Dating. Und das macht es so aufregend  ➡️ das hattest du ja schon mal in einem separaten Text beschrieben 4. The way people date🔹wie sie kommunizieren und Bindung aufbauen🔹sagt viel mehr über sie und ihre Beziehung zu sich selbst aus, als über die Beziehung zu dir 5. Was Dating und Vokabeln verbindet: wenn du übst, wirst du besser 6. Mit jedem Date wird dir außerdem klarer werden, was dir wichtig ist und was du jetzt brauchst. Stichwort: #werte 7. Die meisten Männer sind sehr höflich, wenn diese Frage dein Auswahlkriterium beim Swipen ist:  "Wie würde ich mich fühlen, wenn ich neben ihm sitze und ihm in die Augen schaue?"  8. Männer mit Oben-ohne-Bildern gleich wegswipen 9. Think twice bevor du mit abendlichen "Gute Nacht"-Nachrichten anfängst. Wenn die mal ausbleiben, fällt's auf.  10. Du schuldest einem Mann, den du im echten Leben noch nie gesehen hast, nix. Nada. Niente.  So, jetzt aber viel Erfolg bei deinem Hologramm-Date mit dem Schnuckelchen aus Südafrika. Finde ich vernünftig, dass du dich bei Date 1 noch nicht runterbeamst 🛸 2059 ist echt ein crazy Jahr 🤠 Und never forget: you're a fucking queen and only deserve the best 👸🏼 💥 PEW PEW 💥         👉🏼👉🏼 Dieser Text ist von Oktober 2021

  • Methode: Was bräuchte ich?

    Lenkt den Fokus vom Problem-Raum auf den Möglichkeitskeits-Raum: die Frage nach den benötigten Rahmenbedingungen In einem Monat ist meine 2-jährige Weiterbildung zur systemischen Beraterin geschafft 🙌🏽 Und so langsam fange ich an, zu reflektieren, welche Learnings ich aus der Weiterbildung für mich mitnehme.  🧠 Eine Technik, die ich fest in mein Leben & Wirken übernommen habe, habe ich auf dem Bild dargestellt: immer wieder Fokus auf den Möglichkeits-Raum. PROBLEM:  Ich denke "Boah, das schaff ich nicht" LÖSUNG: Zu fragen: "Was bräuchte ich denn, um es zu schaffen?" Die Antworten können dann sowas sein wie: 🔸️Mehr Zeit 🔸️Hilfe bei XY 🔸️Die Sicherheit, dass es nicht schief geht 🔸️Aufmunterungen oder Zuspruch von Freunden KONSEQUENZ: Dann zu gucken, wie ich diese Punkte herbeischaffen kann. Manchmal klappt das nur zum Teil - die Sicherheit, dass es nicht schief geht zB wird man nie ganz haben können. Aber es hilft ungemein, den Blick darauf zu lenken, welche Ressourcen einen vor Herausforderungen stärken.  Funktioniert auch bei "Es geht mir nicht so gut" ▶️ "Was bräuchte ich, damit es mir besser geht?" 🔧 Ist übrigens auch im Arbeitskontext ein super Tool: die notorischen Nörgler zu fragen, was sie eigentlich bräuchten, damit ein Projekt oder eine Zusammenarbeit besser funktioniert 🤓 Das ist die lösungsorientierte Haltung in der systemischen Therapie & Beratung. Dieser Text ist aus Juni 2023.

  • Impuls: Wer alles richtig macht, wird nicht glücklich, sondern depressiv

    Das Leben und wie man's macht: Richtigmachen ist auch keine Option! An diesem Tage krame ich ein Goldstück aus meinem digitalen Archiv hervor. Der weise Psychoanalytiker, Therapeut und Autor Wolfgang Schmidbauer übers Leben und wie man's macht. Richtigmachen scheint also auch keine Option zu sein, gut zu wissen, wollte gerade damit anfangen, dann lass ich's lieber!

  • Kolumne: Der Schlaganfall meiner Mutter

    Ziemlich echt: die Geräte, die die Vitalwerte meiner Mama auf der Intensivstation überwachen Instagram ist für mich ein Ort, wo ich Dinge teile, die ich schön oder lustig finde oder die mich inspirieren. Dadurch ist es sowas wie mein digitales Tagebuch geworden.  Niemand erwartet, dass ich hier mein echtes Leben lückenlos dokumentiere. Aber alles, was ich poste, ist durch irgendetwas Echtes aus meinem Alltag angestoßen. Und ich habe auch schon erfahren, wie viel Verbundenheit durch instagram entstehen kann. Diese Woche war ziemlich echt. Seit Montag liegt meine Mama nach leichten Schlaganfällen auf der Intensivstation. Sie ist in einem Zustand, den Ärzte Delir nennen. Vereinfacht ausgedrückt: Es geht ihr sehr schlecht. Das Positive: Sie kann schlucken und sie scheint keine Lähmungen zu haben. Manchmal ist sie ansprechbar, das Reden fällt ihr schwer. Als sie mich letztens erkannt hat, sagte sie: "Schatz, ich dachte, du wärst schon weg". Ja, Mama, ich dachte auch, du wärst schon weg. Sie sagt aber auch sowas wie: "Natürlich könnte ich mit meinen Zehen wackeln, aber das fände ich absurd." (Auf meine Aufforderung hin, das doch mal zu tun.) Wenn wir gemeinsam 'Komm lieber Mai und mache' singen, warnt sie vorher: "Das kann ich nur in moll". Dann stimmt sie ein und summt die zweite Stimme. Das ist aber auch schon zwei Tage her.  Ich teile das hier, weil es mir gut tut, wenn Menschen, die mir wichtig sind oder denen ich im Alltag begegne, wissen, welche Hintergrundmusik in meinem Leben läuft. Und dass es zur Zeit eher eine Sorgen-Kakofonie ist. In moll natürlich.  Ich teile das, weil es mir hilft, auf Verständnis für meine Zerstreuung zu stoßen oder hier und da ein paar nette Worte zu hören. Ohne das Thema dann groß ausbreiten oder weitere Fragen beantworten zu müssen.  Was mir nicht hilft: Geschichten von vermeintlich ähnlichen Krankheitsverläufen In diesen Tagen hatte ich einen Glücksbringer dabei, der mir beim Packen in die Arme gefallen ist: ein orangefarbenes Band aus der Bundeskunsthalle. Zur Weihnachtszeit hatten sie dort eine Aktion: Die Rückwand des Museumscafés war mit vielen bunten Bändern geschmückt. Auf jedem Band stand ein anderer Wunsch. Aus diesem Bändermeer konnte man sich einen passenden Wunsch aussuchen und mitnehmen.  Auf meinem steht: Ich wünsche unseren Müttern noch viele glückliche und gesunde Jahre 🤍 Die Glücksbringer-Bänder aus der Bundeskunsthallte Bonn. Mein Band begleitet mich bis heute. Dieser Text ist von März 2023.

  • Methode: Radikale Reduzierung

    Fokus aufs Wesentliche: Welche Tätigkeiten würdest du in deine ärztlich verordneten 2 Stunden Wochenarbeitszeit legen? Großer Meilenstein aus 2022: Ich hatte meine erste Klientin 🙌🏼 Sie ist unzufrieden im Job und sucht Wege, wie sie damit umgehen kann.  Jetzt schauen wir gemeinsam systemisch drauf, sie als Expertin für ihren Fall, ich lenke durch die (hoffentlich) richtigen Fragen den Prozess der Selbstreflexion:  🔹️Was genau ist das Problem?  🔹️Warum stört es dich?  🔹️Warum gehst du nicht einfach?  🔹️Welche deiner Werte werden da verletzt?  🔹️Und umgekehrt: Was ist dir eigentlich wichtig im Job, was bräuchtest du?  🔹️Gibt es einen perfekten Job für dich - und wie sieht der aus?  🧠 Mein Learning: In Sitzung 1 reden vor allem die Klienten. Ich hatte mir zur Vorbereitung rund 20 Fragen notiert, konnte aber nur ein paar wenige Fragen loswerden 😊 Der Schritt ins praktische Doing ist also geschafft 💪🏼😃 Dieser Text ist aus März 2022.

  • Impuls: ein kleines bisschen mutig

    Öffnet das Denken: "Wann warst du zuletzt ein bisschen mutig?" lässt sich leichter beantworten als "Wann warst du zuletzt so richtig mutig?". K onstruktive W-Fragen in kleinen Schritten, nennt sich das. 🟠🟣🔴 Ein kleines bisschen mutig 🟡🟢🔵  Die Nachrichten können zur Zeit echte Downer sein. Letzte Woche hab ich mich in einen richtigen Negativstrudel gelesen, Corona-Kommentarspalten, ick hör Dir trapsen. Düstere Aussichten, alles fühlte sich an wie schwarzgemalt. 🖌️⚫  Ja, wir haben Pandemie, trotzdem will ich mir davon nicht komplett die Laune verhageln lassen.  Dann bin ich auf einen Satz gestoßen:  ↪️“Wie kann ich dich unterstützen, ein kleines bisschen mutig zu sein?“ Und der tat mir so gut 🙏🏼😌 Ein kleines bisschen mutig sein 🟠🟣🔴 und optimistisch denken, obwohl einiges dagegen spricht  Ein kleines bisschen mutig sein 🟡🔵🟢 und sich den Piekser holen, der einem nicht ganz geheuer ist, wohl aber schon so viele Menschen geschützt hat Nicht viel mutig, nicht Harry-Potter-Gryffindor-mutig, sondern nur ein kleines bisschen mutig👌🏼 Und dann ist mir aufgefallen: diese sprachliche Spielerei ist eine Methode, die im Rahmen der Weiterbildung systemische Beratung gelehrt wird. Eine sogenannte MiniMax Intervention, eine minimale Intervention mit maximaler Wirkung.  Der Gedanke: große Formulierungen erzeugen große Erwartungen. Kleine Formulierungen öffnen das Denken. "Wann ging es dir zuletzt so richtig gut?" lässt sich schwerer beantworten, weil man meint, richtig abliefern zu müssen. "Wann ging es dir zuletzt ein kleines bisschen besser?" lässt sich da schon einfacher beantworten.  ➡️ Konstruktive W-Fragen in kleinen Schritten heißt diese Intervention laut Manfred Prior. Mir hat sie die Farben zurück in den Kopf geholt, als alles kurz mal schwarz gemalt war 🖌️🎨 Dieser Text ist vom Dezember 2021.

  • Kolumne: 6 Dinge, die ich am Dating mag

    Dieser Text erschien zuerst am 20.08.2024 auf amazedmag. Jap, richtig gelesen. In diesem Text soll es um sechs Dinge gehen, die ich am Dating mag. Das überrascht vielleicht, denn: Es ist weitaus einfacher, Dating scheiße zu finden. Es gibt viel, was man daran nicht mögen kann. Dating ist oberflächlich, die Menschen sind unzuverlässig und scheuen Commitment. Dating geht immer auch mit Ablehnung zur eigenen Person einher – und das ist unangenehm. Gibt man bei Google „Dating ist“ ein, ergänzt die Suchmaschine automatisch: anstrengend, langweilig, wie ein Nebenjob, Istanbul. Ich habe noch niemanden getroffen, der gesagt hat: „Ich mache jetzt schon fünf Jahre Online-Dating und: I love it! Ich kann’s kaum erwarten, meinem nächsten Date zu erklären, was ich beruflich mache.“ Dass Dating blöd ist, ist also Konsens unter Singles – und damit Mainstream. Und wann immer etwas Mainstream ist, habe ich Lust, mal die Perspektive zu drehen. Was könnte man am Dating lieben? Warum tun sich Menschen das an, unbezahlt, in ihrer kostbaren Freizeit? Lasst uns gemeinsam genauer hinschauen. Hier kommen sechs Dinge, die ich am Dating mag: Mit jedem Date tauche ich in eine fremde Welt ein Selten in meinem Leben bin ich so vielen unterschiedlichen Menschen begegnet. Bin kurz in ihre Welt eingetaucht, habe zugehört, beobachtet und gestaunt. Da war der Ex-Geheimagent, der so belastet durch seinen Job war: der nicht mehr in eine Bar gehen konnte, ohne Menschen zu zählen und die Notausgänge auszuchecken (OMG, wenn ich das schreibe, kann ich es selbst nicht mehr glauben. Geheimagent? LOL). Der Halbitaliener, dessen Mutter gerade bei ihm lebte, weil sie sich von ihrem millionenschweren, möglicherweise mafiösen Ehemann getrennt hatte. Der Jurist, der eine Einschätzung abgab, wie viel unter Anwälten gekokst wird. Der Drehbuchautor, der mir von seiner Zeit im Writer’s Room in Hollywood erzählte. Dating holt mich aus meiner gewohnten Bubble raus. Ich erwische mich manchmal im Alltag, dass ich mir gar nicht vorstellen kann, wie man gegen Gendern oder Maßnahmen für mehr Umweltschutz sein kann. Und dann treffe ich wieder jemanden, der so anders ist als ich – so andere Lebensumstände und Sorgen hat und deswegen auch ganz andere Wünsche hegt. Das gibt mir erstens eine Erklärung dafür, warum es so lange dauert, bis ich meinen Herzensmenschen finde. Es liegt eben nicht (nur) an mir: Es gibt einfach verdammt viele, verdammt unterschiedliche Menschen da draußen. Diese ganzen verschiedenen Menschen „durchzuprobieren“ mit ihren individuellen Werten, Wünschen und Interessen – das nimmt Zeit in Anspruch, die Kombinationsmöglichkeiten sind aus statistischer Perspektive betrachtet unzählig. Dating is a number’s game! Das eigentliche Wunder ist doch, wenn trotz dieser Masse an Non-Matches mal ein Mensch dabei ist, bei dem alles passt: Werte, Wünsche UND Interessen.Was ich auch erstaunlich finde: Obwohl ich diese Menschen vorab in den Apps matche und damit „vorsortiere“, sind sie immer noch so verschieden! Ist das nicht crazy?! Da sah einer passend aus, und dann passte der trotzdem nicht! DIE MENSCHEN SOLLEN AUFHÖREN SO ANDERS ZU SEIN ALS ICH, DAS NERVT! Hehe, kleiner Spaß. Aber das führt mich hierhin: Dating trainiert meine Toleranz. Es zeigt mir, wie bunt und vielfältig die Welt ist und wie unterschiedlich Menschen das Konzept “Leben” gestalten. Und dass diese eine Person, die mir gerade gegenübersitzt, vielleicht nichts für mich ist – es aber trotzdem total okay ist, dass sie existiert, und dass sie trotzdem ihren passenden Deckel finden wird. Genau wie ich. Irgendwann. Ich lerne mit jedem Date Neues Die Begegnung mit Menschen, die anders sind als ich, führt auch dazu, dass ich in die Verlegenheit komme, Neues zu lernen. Dinge, die womöglich meinen Horizont erweitern. Das fängt mit praktischem Alltagswissen an: Von Björn zum Beispiel habe ich gelernt, dass man Pilze nicht waschen darf. Von Andreas, was Umami bedeutet. Marc-Oliver hat mir Amaretto Sour gezeigt. Von Christoph weiß ich, dass man Spaghetti Bolognese fünf Tage lagern und danach immer noch ohne Bedenken essen kann. Ich habe auch neue Empfehlungen für die Stadt bekommen, in der ich seit fast 16 Jahren lebe: Dank Tom habe ich die Bar „Call Saul“ entdeckt, die ganz im Stil von Breaking Bad gestaltet ist und wo die Cocktails so dampfen wie elementarer Phosphor, der stark erhitzt wird (Danke ChatGPT für diesen Vergleich). Felix findet, dass man in München am besten im Bahnwärter Thiel tanzen gehen kann. Toby hat mir die „Lange Nacht der MAP“ gezeigt, eine Veranstaltung der Münchner Arbeitsgemeinschaft für Psychoanalyse, bei der man erst gemeinsam einen Film guckt und danach renommierten Psychologen zuhört, wie sie die Figuren aus dem Film analysieren. I mean: WHAAAAT? Sowas gibt’s? Ich wachse mit jedem Date Es ist nicht so, dass ich immer Lust auf Dating habe. Ganz im Gegenteil: Oft habe ich gar keine Lust. Muss mich motivieren, rauszugehen und einer fremden Person meine Aufmerksamkeit zu schenken. Einer Person, die allein schon aus statistischen Gründen wahrscheinlich nicht „the one“ wird. Jedes Date ist eine Challenge für mich. Eine Challenge, die ich annehme. Ich tue es für den Moment danach: Wenn ich nach Hause komme, voll mit frischen Eindrücken von einem fremden Menschen und seinem Blick auf die Welt. Und dann bin ich stolz auf mich. Stolz, dass ich mich überwunden habe. Dass ich über mich hinausgewachsen bin. Dass ich mein Liebesleben aktiv in die Hand nehme, anstatt passiv drauf zu warten, dass mein Prinz an meinem Sofa vorbeireitet. Dass ich in diesem neuen Date wieder etwas finden konnte, was mir an einem Mann gefällt oder nicht – sodass ich wieder ein Stück besser weiß, was ich suche. Dass ich wieder mal die Erfahrung gemacht habe, dass Dates doch ganz okay sind. Dass ich mich ganz gut geschlagen habe. Denn eine ganz klare Erfahrung von mir ist auch: Dating ist Übungssache. Ich persönlich bin mit jedem Date sicherer und souveräner geworden. Habe ich mir früher noch im Vorhinein überlegt, welche Fragen ich stellen könnte, so gehe ich inzwischen viel entspannter rein, weil ich weiß: Wird schon irgendwie. So lange ich offen bin und neugierig auf diesen neuen Menschen, wird’s schon werden. Go with the flow! Und diese entspannte Einstellung nehme ich mit in andere soziale Kontexte, wo ich in Zweier-Settings auf Menschen treffe: Beim Business-Lunch zum Networken, beim Treffen mit dieser einen Bekannten, die ich noch gar nicht gut kenne. Wird schon irgendwie. Ich bin also überzeugt: Dating hat mich zu einem sozial kompetenteren Menschen gemacht. Jedes Date zeigt mir, dass Männer auch aufgeregt sind – und wir alle im selben Boot sitzen Zuerst war es eine Vermutung, inzwischen ist es für mich eine Gewissheit: Auch die vermeintlich coolen Männer sind bei Dates aufgeregt. Woher ich das nehme? Ich bin Psychologin und meine Lieblingsbeschäftigung bei Dates ist es, mein Gegenüber im Stillen genau zu beobachten. Und ich habe das hier gesehen: zitternde Lippen, flatternde Finger, schwitzen, den Faden beim Reden verlieren, nervöses Lachen, das Handy während unseres Dates verlieren, steife Körperhaltung, Rede-Ergüsse, ohne dass ich zu Wort kommen konnte – und sich danach dafür entschuldigen mit den Worten: „Das ist die Aufregung, weißt du?“. Manchmal habe ich auch ganz offen gefragt: „Bist du eigentlich aufgeregt bei so einem ersten Date?“ Und habe darauf (mal, aber nicht immer) ehrliche Antworten erhalten. Manche haben auch von sich aus irgendwann erzählt, dass sie aufgeregt waren am Anfang.Und das finde ich so schön! Warum sollten Männer auch nicht aufgeregt sein bei einem Liebes-Casting? Vielleicht lerne ich gerade meinen neuen Lieblingsmenschen kennen – das ist für alle aufregend, wir sind alle nur Menschen mit Gefühlen, Wünschen und Ängsten. Selbst bei den coolsten Typen denke ich mir: Hinter der harten Schale möchtest auch du einfach nur, dass dich jemand liebhat. Und diese Erkenntnis hat dazu geführt, dass ich denke: Wir Menschen sitzen alle im selben Boot. Wir sind hier gerade nur zwei Vertreter der Spezies Homo Sapiens, die mit offenen Herzen raus in die Welt gehen und dabei zutiefst menschliche Gefühle haben. Let me give you a hug, we will be alright! Dating gibt mir die Möglichkeit, Feedback zu meiner Person zu erhalten – und das ist manchmal überraschend nett Für mich gibt es nichts Vulnerableres auf der Welt, als sich auf den Datingmarkt zu schmeißen. Sich aus der sicheren Höhle herauszutrauen, verschiedene Menschen zu treffen, mit der Frage auf dem Herzen: Könntest du dir vorstellen, dass wir uns liebhaben? Und wenn man emotional so blankzieht, dann bleiben Ablehnung und Frustration nicht aus. Dating ist Ablehnung – da führt kein Weg dran vorbei. Einfach, weil der Regelfall ist, dass es nicht passt. In der Öffentlichkeit wird ja gerne das Bild vom unnahbaren Single-Mann gezeichnet, der nicht empfänglich ist für Gefühle und Bindung, und der auf Frauen-Herzen herumtritt. Meine Erfahrung ist eine ganz andere: Ausnahmslos alle Männer, die ich persönlich getroffen habe, waren sehr nett und zuvorkommend. Ich habe nicht eine beleidigende Erfahrung gemacht. Ich habe Ghosting erlebt, ja – allerdings nur bei Personen, mit denen ich lediglich gechattet hatte. Männer, die ich getroffen habe, und die dann kein weiteres Interesse hatten, haben das immer höflich kommuniziert. Nagt trotzdem am Ego, aber ist immerhin aufrichtig. Und dann gab es auch die, die sehr wohl interessiert an Bindung waren und mehr wollten als ich. Und hier kommt der Punkt: Sowohl höfliche Absagen, als auch hoffnungsvolle Interessensbekundungen, sind oft ummantelt von positivem Feedback über die eigene Person. Was ich schon für überraschend nette Nachrichten bekommen habe: Dass ich eine warmherzige Wohlfühlatmosphäre verbreite, dass meine Augen so leuchten, wenn ich über kreatives Schreiben spreche, dass ich im positivsten Sinne besonders sei. Und was Nettes über sich selbst zu hören, das tut manchmal einfach gut! Dating ist aufregend Oooops, wie konnte mir das nur auf den letzten Punkt rutschen? Im ganzen Dating-Wirrwarr vergesse ich es manchmal, aber: Dating kann Spaß machen. Dating ist Action und Unterhaltung. Dating heißt Begegnungen, und Begegnungen lassen Dinge entstehen. Wann sonst bietet sich die Möglichkeit, einem spontanen Kurztrip zuzustimmen und in ein ungewisses Liebesabenteuer aufzubrechen? Oder mit einem attraktiven Fremden auf dem Olympiaberg zu knutschen, während Ed Sheeran im Hintergrund sein Konzert mit dem Song „perfect“ abschließt? Dating kann dazu führen, dass man sich lebendig fühlt. Dating bringt einem Geschichten, an die man lange zurückdenkt. Nicht umsonst füllen diese Geschichten ganze Serien. „Do it for the plot!“ ist ein beliebtes Motto unter Singles. Grob übersetzt meint es: Sei die Hauptfigur in deinem persönlichen Liebesfilm. Wenn Dating Erfolg hat: toll. Wenn nicht: hast du wenigstens eine gute Geschichte. Dating heißt für mich, „ja“ zum Leben zu sagen.

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