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  • Kolumne: Vorbereitungen vor Date No. 6

    Rezept überlegen, einkaufen, Wohnung putzen: die Vorbereitungen für ein Koch-Date bei mir Zuhause haben in der Vergangenheit schonmal für extra spicy Laune gesorgt Dass die Stadt voll sein wurde, war ja eigentlich klar. Mittwochabend vor dem verlängerten Wochenende. Jeder, der alle Sinne beisammen hatte, würde seine Koffer packen und verreisen. Wir schoben uns also zusammen mit allen anderen durch den Münchner Stadtverkehr. Die Uhr im Golf zeigte 18 Uhr. Also war es 19:03 Uhr, seit der Zeitumstellung vor Monaten ging die Uhr falsch. Jetzt noch schnell Claudia absetzen und dann fix zum Einkaufen – die letzte Chance vor dem Date mit Mr. X am nächsten Tag, dem Feiertag. Ich hatte bereits zwei halbe Tage damit verbracht, ein passendes Rezept für unser Date zu finden. Salat sollte es werden, weil ich gesagt hatte, dass ich wenig koche, aber viel Salat mache. „Dann will ich einen deiner Standardsalate probieren“, so sein Vorschlag. Das Problem: mit meinem Klassiker, dem Kichererbsensalat, würde jegliche Chance auf spätabendliche Romantik – im wahrsten Sinne des Wortes – weggeblasen. Die Herausforderung war es also, einen Salat zu finden, der nicht bereits beim Zutatenlesen Flatulenzen verursachte. Nach ausgiebiger Recherche unter ungläubigem Kopfschütteln (Bohnensalat, Linsensalat, Blumenkohlsalat) entschied ich mich dann doch für meinen zweiten Klassiker: Rote-Beete-Salat mit Feta und Nüssen und der vagen Idee, dem Ganzen noch irgendwie einen interessanten Twist zu geben. Vielleicht, indem ich den Feta überbacke, mit einer Mischung aus Feigen, gehackten Nüssen, Ahornsirup und Thymian. 19:23 Uhr war es, als ich mein Auto abstellte und aufs Fahrrad wechselte. Weniger als eine Stunde blieb mir nun für den Einkauf. Ich steuerte direkt Richtung Feinkostabteilung Galeria Kaufhof, weil ich wusste, dass ich da alle Zutaten für meinen Rote-Beete-Salat-mit-Twist bekam. An der Kasse traf mich fast der Schlag: 98 Euro! 98 Euro, um Salat mit Twist bei Date No. 6 mit einem Typen zu machen, der es bestimmt wieder nicht wert ist. Ich schluckte und zahlte. 98 Euro für einen Fremden, what the f***. 98 Euro - und das Ganze zubereiten und Wohnung putzen musste ich ja auch noch, na vielen Dank! Gar keinen Bock grad auf den Typen. Der hat es sich ja schön einfach gemacht. Ich belud mein Fahrrad mit den Einkäufen. Je ein Einkaufsnetz auf eine Lenkerseite, die letzte Tasche vorne in den Korb - dabei stets bemüht um die Balance meines Rads. Beherzt und mit 98-Euro-Aggression beladen trat ich in die Pedale. Keine 300 Meter weiter, da hatte sich mein Einkaufsnetz durch meine Fahrradspeiche gewickelt. Es baumelte unter der Fahrradgabel durch, auf der falschen Seite. Lage kompliziert, Weiterfahrt unmöglich. Mit einem Ruck holte ich das Netz zurück – es flatschte satt und der Inhalt einer Creme Fraiche ergoss sich über meinen Reifen. Da stand ich also mitten auf einer vielbefahrenen Kreuzung in Münchens Innenstadt und wischte Creme Fraiche aus den Speichen. Entnervt bestieg ich das Rad und setzte meine Heimfahrt fort. Wenige Momente später verschluckte ich eine Fliege 🪰 Dieser Text ist vom Sommer 2022

  • Mantra: Und auf einmal steht es neben dir

    Wir können nie wissen, wann sich ein Wunsch erfüllt: Und auf einmal steht es neben dir Das Mantra heute ist halb Mantra, halb Gedicht. Oder auch: halb Worte, halb Gefühl. Es ist ein Gedicht von Joachim Ringelnatz. Ich habe es in einem Gedichteband im Pflegezimmer meiner Mutter gefunden. Ich saß da also an der Seite meiner nicht-ansprechbaren Mutter, unter mir der sterile PVC-Boden, um mich herum weitere alte und gebrechliche Menschen. Und als ich das Gedicht fertig gelesen hatte, überkam mich ein warmes Gefühl. Ein Gefühl von: Leichtigkeit, Zuversicht, Hoffnung. Weil wir eben nie wissen, wann sich ein Wunsch erfüllt. Und es sein kann, dass es plözlich neben dir steht - das, was du dir sehnlich wünschst. Und auf einmal steht es neben dir von Joachim Ringelnatz (aus 1933) Und auf einmal merkst du äußerlich: Wieviel Kummer zu dir kam, Wieviel Freundschaft leise von dir wich, Alles Lachen von dir nahm. Fragst verwundert in die Tage. Doch die Tage hallen leer. Dann verkümmert Deine Klage Du fragst niemanden mehr. Lernst es endlich, dich zu fügen, Von den Sorgen gezähmt. Willst dich selber nicht belügen Und erstickst, was dich grämt. Sinnlos, arm erscheint das Leben dir, Längst zu lang ausgedehnt. Und auf einmal: Steht es neben dir, An dich angelehnt Was? Das, was du so lang ersehnt.

  • Methode: durch Reframing die Perspektive drehen

    "When too perfect lieber Gott böse" statt "Alles läuft scheiße". Reframing verändert den Bezugsrahmen und dadurch die Sichtweise auf ein Thema und schafft Leichtigkeit. Sollte es gerade nicht so laufen, wie es könnte: Das (s. Foto) könnte der Grund sein: Too perfect wäre aber auch wirklich too boring. Und den lieben Gott wollen wir ja auf keinen Fall verärgern. Als ich diesen Spruch in einem Café sah, musste ich direkt schmunzeln. Sprache, die mit Perspektiven spielt und Leichtigkeit schenkt. Klassisches Reframing, würde die Psychologen sagen. Statt: Alles läuft schlecht ▶️ Wenn es zu gut liefe, wäre es ja auch langweilig. Reframing ist das Spiel mit den Perspektiven. Von welcher Seite will ich etwas betrachten? Was ist mein Bezugsrahmen? Ich präsentiere dir nun zwei Sätze. Beobachte mal, was die Sätze bei dir auslösen, wie unterschiedlich sie sich anfühlen. Beim Schiffsunglück haben 30 Menschen überlebt. Beim Schiffsunglück sind 20 Menschen gestorben. Beim ersten Satz habe ich einen Gewinn-Frame gesetzt: Mich darauf fokussiert, welche gute Botschaft es im Sachverhalt gibt. Beim zweiten Satz habe ich einen Verlust-Frame gesetzt: Mich darauf bezogen, was die schlechte Botschaft ist. Wir haben die Wahl. Wollen wir das Gute sehen? Oder wollen wir uns auf das negative fokussieren? Siehe hierzu auch diesen Text, wie unsere Grundeinstellung zum Leben beeinflusst, wie wir die Welt wahrnehmen.

  • Impuls: Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind, sondern wie WIR sind

    Was interpretiere ich gerade und was ist die eigentliche Sachlage? Unser Wahrnehmung ist nicht objektiv, sondern geprägt und verzerrt durch unsere Erfahrungen, Wir sehen die Dinge nicht so, wie sie sind. Wir sehen sie so, wie wir sind. Eine Wahrheit, die wahrer nicht sein könnte! Ein Irrglaube, der Mensch würde wie eine Kamera auf die Welt blicken und die Dinge sachlich und objektiv wahrnehmen. Unsere menschliche Kamera, unsere Wahrnehmung hat ganz viele Filter und Verzerrungen vorinstalliert: Prägungen aus dem Aufwachsen, Glaubenssätze, Rollenerwartungen der Gesellschaft. Ein objektives Wahrnehmen ist quasi unmöglich! Daraus ergibt sich als To Do für eigentlich alle Menschen: Diese Filter & Verzerrungen erkennen, um trennen zu können: Was interpretiere ich gerade mit meinen Filtern und was ist gerade wirklich die Sachlage? Ziel im Leben: Irgendwann eine möglichst objektive Kamera werden! Bildquelle: Instagramkanal von Süddeutsche Zeitung Magazin

  • Kolumne: Was es bedeutet, Single zu sein

    Was bedeutet es, zu kompensieren, wenn man NICHT in einer Herde lebt, obwohl der Mensch für Herden gemacht ist? Ich überlege jeden Tag, was ich essen will. Ich überlege für Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Ich kaufe alle Zutaten für mein Essen alleine. Ich mache mein Frühstück alleine. Ich mache mein Mittagessen alleine. Ich mache mein Abendbrot alleine. Ich decke den Tisch auf. Ich decke den Tisch ab. Ich spüle ab. Ich putze meine Wohnung alleine. Ich wasche meine Wäsche alleine und ich falte meine Wäsche alleine. Ich tanke mein Auto alleine. Ich bringe mein Auto zum Service alleine und ich hole es alleine ab. Wenn ich irgendwo mit dem Auto hinfahre, bin immer ich die, die fährt. Ich mache meine Arzttermine alleine. Ich hole meine Pakete alleine ab und ich bringe sie alleine zurück. Ich schleppe schwere Sachen alleine. Ich baue Möbel alleine auf. Wenn ich es nicht alleine schaffe, suche ich mir jemanden, der mir hilft. Ich kümmere mich jeden Tag darum, dass ich unter Leute komme. Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag - vor allem aber Freitagabend, Samstagabend und sonntags und an Tagen, an denen ich im Homeoffice bin. Wenn ich traurig bin, rufe ich jemanden an, der mir gut tut. Wenn ich etwas Lustiges im Alltag erlebt habe, suche ich mir jemanden, dem ich das schreiben kann. Und manchmal habe ich auch niemandem, mit dem ich das teilen kann, weil es einfach zu banal ist. Ich schaue, dass ich ab und zu berührt werde, um mein menschliches Bedürfnis nach Körperkontakt erfüllt zu bekommen. Ich zahle meine Miete alleine. Ich zahle meine GEZ alleine. Ich zahle meinen Strom alleine. Ich zahle meine Versicherungen alleine. Ich habe Sex alleine. Ich suche mir etwas oder jemanden, mit dem ich meine 30 Urlaubstage verbringen kann. Im Urlaub zahle ich das Einzelzimmer alleine. Und ich zahle den Mietwagen alleine.  Ich hole ihn alleine ab. Und ich bring ihn alleine zurück. Ich muss wirklich alles, alles alleine machen. Und ich schaffe das auch alleine. Aber manchmal habe ich eine unheimliche Wut auf Menschen in Partnerschaften, die vergessen haben, wie es ist, alleine zu sein

  • Interview mit VOGUE Germany: "Friendsmas" psychologisch eingeordnet

    Friendsmas ist Ablösung vom Elternhaus, Selbstermächtigung und Identitätsarbeit zugleich. Ich erschaffe mir ein Fest, das zu mir passt. Und all das darf ich machen, AUCH WENN ich meine Eltern liebe 🤍 Weihnachten mit Freunden feiern statt mit der Familie - ein Akt der Rebellion? 🤓 Darüber habe ich mit Antonia Wille für VOGUE GERMANY gesprochen und das Phänomen Friendsmas psychologisch eingeordnet. Das passt - weil auch ich auf dem Weg in mein erstes Friendsmas bin 🚗🎄 Und gemerkt habe: Es ist das erste Mal seit Langem, dass ich mich wieder auf Weihnachten freuen kann. Eine lang vermisste Lust kam zurück...  Denn: ist der Mantel der Verpflichtung einmal gelüftet, kommt darunter die Tischdecke der Möglichkeiten zum Vorschein.  Wie möchte ich eigentlich Weihnachten feiern, wenn es nur nach mir geht? Welche Elemente aus meinem "gelernten Weihnachten" möchte ich behalten und was möchte ich anders machen? 🎅 Friendsmas ist Ablösung vom Elternhaus, Selbstermächtigung und Identitätsarbeit zugleich. Ich erschaffe mir ein Fest, das zu mir passt. Und all das darf ich machen, AUCH WENN ich meine Eltern liebe 🤍 Link zum Artikel: https://www.vogue.de/artikel/friendsmas-weihnachten-neu-gedacht-erfahrung-warum Und eine Buchempfehlung zum Thema "Familiärer Druck rund um Weihnachten" gibt's noch dazu: "Die Korrekturen" von Jonathan Franzen. Der Roman erzählt die Geschichte der Familie Lambert: drei erwachsene Kinder, die unterschiedlicher nicht sein könnten, der Vater erkrankt an Parkinson, die Mutter getrieben vom Gedanken, noch "ein letztes schönes Weihnachten" zusammen zu feiern. Das Buch war Finalist für den Pulitzer-Preis und ist eine Empfehlung von mir.

  • Mantra: Alles darf sein wie es ist

    Nichts wollen, alles lassen: durch das Mantra "Alles darf sein wie es ist" kehrt sofortiger Frieden in meinen Körper. Das Mantra für heute: Alles darf sein wie es ist 🙏🏼 Alles darf sein wie es ist. Die Küche unaufgeräumt bleiben. Der eigene Körper unverändert. Der mentale Zustand unangetastet. Heute wollen wir mal nix verändern. Heute lassen wir alles in Ruhe.  Das war im Zauberkurs in Berlin, als meine Dozentin Ute von Koerber diese Affirmation in den Raum warf. Und wie ich gleich gemerkt habe, dass jegliche Anspannung meinen Körper verlässt, weil: Ich muss ja nix wollen. Kannst du auch schon spüren, wie sich der innere Frieden ausbreitet? 🤓🕊

  • Methode: Wo fühlst du eigentlich?

    Alles andere als Schwarzweiß-Denken: Empfindungen äußern sich über Körpergefühle, Gedanken, innere Monologe, Wünsche, Atmung, Alterserleben, Erwartungen, die eigene Stimme, Größenerleben, innere Bilder oder Filme, kognitive Erklärungen, Gefühle und Raumerleben. Was fühlst du gerade? Diese Frage ist für manche Leute gar nicht einfach zu beantworten. Vor allem rationale Menschen (siehe dazu meinen Post über die verschiedenen Kommunikationstypen ) haben manchmal keinen direkten Zugriff auf ihr Gefühlsleben. Dabei wohnt dieses Gefühlsleben auf verschiedenen Etagen - und jede Etage hat eine eigene Tür, um die Empfindungen zu erkunden. Die Skulpturarbeit zum Beispiel kann eine faszinierende Tür zu den eigenen Empfindungen sein. Dabei nimmt man eine Körperhaltung im Raum ein, die ein inneres Bild zum Ausdruck bringt oder visualisiert Beziehungen. Dann fühlt sich der Klient in jede einzelne Person des Systems ein und arbeitet damit, wie sich Veränderungen anfühlen: Nähe, Distanz, Blickrichtung, Grenzen Ist es nicht faszinierend, wieviele Gefühlsebenen es gibt? Da wären: 🔹️ Körpergefühle 🔹️ Gedanken 🔹️ Innere Monologe 🔹️ Wünsche 🔹️ Atmung 🔹️ Alterserleben 🔹️ Erwartungen 🔹️ Die eigene Stimme 🔹️ Größenerleben 🔹️ Innere Bilder oder Filme 🔹️ Kognitive Erklärungen 🔹️ Wärme-/Kälteempfinden 🔹️ Gefühle 🔹️ Raumerleben Was ich dich zum Beispiel fragen würde: 🔹️ Wie alt fühlst du dich da?  🔹️ Wo spürst du das in deinem Körper?  🔹️ Welche Erwartungen spürst du auf dir?  🔹️ Was würdest du jetzt gerne zu deinem Gegenüber sagen?  🔹️ Kommt dir ein Bild in den Kopf, das die Situation beschreibt?  🔹️ Wie warm fühlt sich das an?  🔹️ Was sagst du zu dir selbst?  🔹️ Wie groß fühlst du dich da?  🔹️ Hast du einen Handlungsimpuls?

  • Impuls: Geschenkidee: Schenke deine Gedanken

    Worüber ich mich am meisten freue: Wenn ich das Gefühl habe, dass sich jemand einen kurzen Moment mit meiner Lebensrealität beschäfigt hat. Dieses Jahr freue ich mich so wenig auf Weihnachten wie noch nie in meinem Leben. Von mir aus können wir den Dezember gerne überspringen und bis Januar vorspulen ⏭️ This year you can clearly call me grinch! 🐲 In meinen Grinch-Modus hineingeschneit kam die jährliche Klärung der Wichtel-Modalitäten bei uns in der Familie. Und die Bitte, man möge doch bitte seine Wunschliste senden.  Da hat sich neben meinen inneren Grinch noch mein innerer Hulk gesellt (#matchymatchy, grün sind schließlich beide). WUUUA! Wir beschenken eine Person ! Eine Person, für die man sich etwas überlegen muss. Und ihr seid nicht in der Lage, euch eine Kleinigkeit für diese eine Person zu überlegen?  Ich habe mich schlicht geweigert, eine Wunschliste zu erstellen. Vielleicht ist das kleinkariert oder zu anspruchsvoll. Aber: Ich muss jeden Tag alle Entscheidungen für mich treffen: was ich esse, mit wem ich Zeit verbringe, wie ich mir diese schreckliche Weihnachtszeit zurechtrücken kann. Ich will mir nicht noch selbst mein Weihnachtsgeschenk aussuchen müssen. Was ich mir wünsche? Das Gefühl, dass sich jemand einen Moment mit meiner Lebensrealität beschäftigt hat und dann eigenständig entschieden hat, wie oder womit er/sie mir eine Freude machen kann. Und das muss nicht viel kosten. Ganz im Ernst: über einen Brief mit ein paar persönlichen Worten freue ich mich wahrscheinlich am meisten ✒️ So, Geschimpfe vorbei. Auf jeden Fall ist mir in diese Stimmung hinein der Spruch von Virginia Satir in die Hände gefallen: "Ich glaube daran, dass das größte Geschenk, das ich von jemandem empfangen kann, ist, gesehen, gehört, verstanden und berührt zu werden. Das größte Geschenk, das ich geben kann, ist, den anderen zu sehen, zu hören, zu verstehen und zu berühren." Meine Geschenkidee: Schenke deine Gedanken! Überlege: Was ist zuletzt im Leben der zu beschenkenden Person passiert? Wie geht es ihr gerade? Womit beschäftigt sich die Person gerne? Was ist ihr wichtig im Leben? Wofür gibt sie Geld aus? Welche Themen interessieren sie, was für Bücher kauft sie, zu welchen Events geht sie normalerweise? ... und entscheide dann eigenständig, womit du der Person eine Freude machen kannst! Und den fand ich sehr passend. Das größte Geschenk ist halt eben, wenn wir das Gefühl haben, da sieht und hört mich jemand so wie ich bin - oder nicht? 🎁 Dieser Text ist aus Dezember 2024

  • Kolumne: Mein einsamer Sommer

    Die Formel für meine Einsamkeit mit Mitte 30 ist: Partnerlosigkeit + zwei schwere Bindungsverluste + familiäre Trennung + Freundschaften orientieren sich hin zu Partnerschaft und Familie + Effekte des Pendler-Daseins. Wie ich die Headline so tippe, da meldet sich gleich mein Bedürfnis, zu relativieren: Ja, manchmal einsam halt. Nicht immer. Aber ja, es gab einsame Momente in diesem Sommer. Manchmal. Und darum soll es in diesem Text gehen. Um Einsamkeit mit Mitte 30. Es gibt sowas wie das reflexhafte Bedürfnis im Menschen, klarzustellen: Ich bin allein, nicht einsam. Alleinsein, das ist selbstgewählt, das tut gut. Einsam zu sein, das ist das Gegenteil davon. Wer einsam ist, der leidet. Der hätte gerne mehr Gesellschaft, mehr Verbindung als er gerade hat. Mit dem stimmt doch was nicht! Einsam-Sein, das will man auf keinen Fall. Und doch drehe ich es in diesem Text um und sage: Ich bin manchmal einsam, nicht alleine. Definition von Einsamkeit Einsamkeit ist das unangenehme Gefühl, das entsteht, wenn die Qualität und Quantität von persönlichen Beziehungen nicht den persönlichen Bedürfnissen entspricht ( Kompetenznetz Einsamkeit ). Also zu wenig Kontakt und oder zu schlechter Kontakt mit anderen; ich fühle mich nicht auf die Art verbunden, wie ich das gerne wäre. Für Einsamkeit gibt es kein objektives Maß: keine Glücksformel, wie viele Freunde man haben muss oder wie oft man sie hören muss, um Einsamkeit zu umgehen. Es zählt immer das subjektive Gefühl: Jetzt gerade wünsche ich mir mehr Nähe! Einsamkeit ist eine der existentiellsten Erfahrungen, die man als Mensch haben kann. Wir werden alleine geboren und sterben alleine, sagt der Psychoanalytiker Irvin D. Yalom. Wir kommen aus der Einsamkeit und gehen in die Einsamkeit. Die Isolation am Ende des Lebens ist sogar eine existentielle Grundtatsache – wir sterben alleine! Und dazwischen versuchen wir, uns in 2er oder größeren Gruppen zu organisieren. Einsamkeit tötet. Das war für mich eine der einprägsamsten Erkenntnisse aus meinem Psychologie-Studium. Korrekter gesagt und wissenschaftlich ausgedrückt: Einsamkeit geht mit erhöhter Mortalität einher. Einsamkeit wird auch in Verbindung gesetzt mit depressiven Störungen, suizidalem Verhalten, Schlafproblemen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In welche Richtung das genau wirkt: ob Einsamkeit krank macht, oder Kranksein einsam macht – die Wissenschaft geht davon aus, dass es ein wechselseitiger Zusammenhang ist, also ein bisschen von beidem. Fest steht: Soziale Beziehungen sind eine Ressource für ein gesundes Leben. Sie reduzieren Stressfaktoren, steigern Resilienz und wirken sich positiv auf das Verhalten und den Lebensstil aus. Und ja: ich kann bestätigen. Meine Freunde tun meinem Körper und Geist gut! Wenn sie denn da sind… Wie kommt es zu meiner Einsamkeit? 1)      Nun, zu allererst ist da meine Partnerlosigkeit. Seit fünf Jahren bin ich Single. Seit dem Ende meiner 11-jährigen Partnerschaft ist die Stelle für die wichtigste Bezugsperson in meinem Leben unbesetzt und in offener Ausschreibung. 2)      Ein weiterer, schwerer Verlust in meiner Beziehungslandkarte: Meine Mama ist dement, die Krankheit in den letzten Jahren stark fortgeschritten. Eine Unterhaltung ist nicht möglich, geschweige denn, das, was früher war: von ihr verstanden und unterstützt zu werden, zu telefonieren, wenn ich Trost von ihr brauche. Das gibt es heute alles nicht mehr. Unterstützung, das braucht sie jetzt von mir. 3)      Meine weitere Familie lebt 600 km weit entfernt. Meine Brüder sind cool, führen aber ihre eigenen Leben, mit Familie. Ich war noch nie alleine mit einem meiner Brüder oder mit meinem Vater im Urlaub. Gibt ja Familien, die sowas machen. Die Beziehung zu meinem Vater ist außerdem angespannt. 4)      Meine Wahlfamilie: meine Freundinnen. Und hier liegt der Casus Knacksus. Eine Frage, die beim Erstgespräch einer Therapie immer gestellt wird, ist: Warum kommen Sie jetzt? Also, liebe Einsamkeit, warum kommst du gerade jetzt? Weil sich meine Freundschaften gerade so stark verändern. Für mich fühlt es sich so an, als müsste ich nach 17 Jahren in München nochmal von vorne anfangen. Meine Freundinnen waren in den letzten Jahren das Wichtigste für mich, mein Quell für Freude und Energie, mein Auffangnetz. Die Umarmungen und Gespräche mit meinen Freundinnen haben mir so viel Trost und Zärtlichkeit geschenkt. Zwei meiner engsten Freundinnen haben im letzten Jahr Babys bekommen. Andere machen lange Reisen. Wieder andere haben ihre Lebenspartner gefunden. Dann Freunde in langjährigen Beziehungen, die eine feste Außenbeziehung mit ihrem Sofa führen oder sich hauptsächlich in ihren Pärchen-Bubbles verabreden und Single-Freunde gar nicht erst einladen. Ganz normale Mitte 30-Phänomene. Unterm Strich bleibt gleich, was all das für mich bedeutet: Meine Freunde haben weniger Zeit für mich und andere Prioritäten. Und da ist es wieder, das reflexhafte Bedürfnis, etwas klarzustellen: Ich mache das niemandem zum Vorwurf! Ich gönne jedem, wenn sich der Traum nach Familie erfüllt oder das lang ersehnte Liebesglück eintritt. Ich beschreibe lediglich, wo mein Einsamkeitsgefühl herkommt: unter anderem aus vielen kleinen Freundschaftsveränderungen. 5)      Dann wäre da noch fünftens: Meine Arbeitsbeziehungen gehen nicht über das Berufliche hinaus. Arbeitskontakte können eine wertvolle Quelle für Eingebundenheit sein. Und sie sind es in der Theorie bei mir auch, ich verstehe mich gut, nur: Ich bin Pendlerin und meine Arbeitsbeziehungen schwappen quasi nie über ins Private. Ein spontanes Afterwork oder Weggehen am Wochenende gibt es nicht. Beziehungsweise: Ich müsste dafür 80 km fahren. Mache ich aber nicht.   Die Formel für meine Einsamkeit mit Mitte 30 ist also: Partnerlosigkeit + zwei schwere Bindungsverluste + familiäre Trennung + Freundschaften orientieren sich hin zu Partnerschaft und Familie + Effekte des Pendler-Daseins.   Und dann stehe ich da, mit meinem Bedürfnis nach Verbundenheit, mit meinem Hunger auf das Leben. Und verspüre eine so krasse Diskrepanz zwischen dem, wie ich mein Leben füllen will: mit Lebendigkeit, mit Lachen, mit Freude, mit Tanzen, Musik und Erlebnissen, von denen man sich noch mit 80 erzählt. Und habe gefühlt niemanden für mein Leben. Im Moment zumindest, gerade jetzt. Mit wem verbringe ich zumindest Teile meiner 30 Urlaubstage? Mit wem gehe ich auf Konzerte? Mit wem kann ich abends rausgehen, um überhaupt in die Nähe einer Chance zu kommen, im echten Leben nochmal einen potenziellen Partner kennenzulernen? Wie fühlt sich Einsamkeit an? „Akute Einsamkeit sorgt bei den meisten von uns für einen emotionalen Hunger, einen ernstzunehmenden seelischen Schmerz, der mit einem eklatanten Bedeutungs- und Selbstwertverlust einhergeht, mit Empfindungen von Scham, Schuld und Verzweiflung,” beschreibt es Daniel Schreiber in seinem Essay-Buch “Allein”. Für mich heißt das konkret: Die Momente, in denen ich meine Einsamkeit spüre, fühlen sich so an, als würde sich mir die Kehle zuschnüren. Als legte sich etwas Tonnenschweres auf meine Brust und nimmt mir den Atem. Wenn ich in meinem Kalender sehe, dass in den nächsten Tagen und Wochen zu wenig Schönes mit Freunden geplant ist, reißt es mir den Boden unter den Füßen weg. Ich kontrolliere dann ständig mein Handy, ob nicht doch noch eine Nachricht reinkommt. Eine Frage reinfliegt, ob ich Zeit habe und wir was zusammen machen wollen. Kommt auf dieses Gefühl eine frische Ablehnungserfahrung beim Dating dazu, dann gesellt sich zur Atemnot eine sprudelnde Übelkeit. Ich glaub, ich muss kotzen, es ist quasi nicht auszuhalten. Aber: Ich muss es aushalten, geht ja nicht anders. Das Einzige, was hilft: Ablenken, durch instagram scrollen, Gefühle nicht fühlen. Ich bin vier dieser Erfahrungen davon entfernt, mir ein Haustier anzuschaffen. Ich glaube, viele Menschen mit Familie oder Partnerschaft können sich nicht mehr daran erinnern, wie sich Einsamkeit anfühlt. Sie sind froh um jeden Moment Alleinsein und Ruhe, den ihnen ihr lebendiger Alltag schenkt. Dass sich Einsamkeit tief in dein Mark frisst und deine Seele fickt, das verdrängt man schnell. „Wir sind nicht im Stande, uns an die Intensität unserer eigenen Einsamkeitserfahrungen zu erinnern. Dementsprechend können wir uns auch nicht vorstellen, wie schmerzlich diese Erfahrung für andere Menschen ist,” schreibt Daniel Schreiber dazu. “Du lebst wie eine Königin,” meinte mein Bruder kürzlich zu mir – der wohl auch seine letzte schmerzliche Einsamkeitserfahrung verdrängt hat. Seine Familie war im Frühjahr drei Wochen ohne ihn auf Kur gewesen und er hatte sie schrecklich vermisst. Ja, ich lebe wie eine Königin, wenn es darum geht, zu 100% über mein Reich zu verfügen. Aber mein Reich ist auch schrecklich leise, wenn ich selbst nicht genug Geräusche mache. Viele sind einsam, niemand gibt es gerne zu. Die Statistik zeigt, dass ich mit meinem Einsamkeitsgefühl nicht alleine bin. Im aktuellen TK Einsamkeitsreport geben zwei Drittel der 18 bis 39-Jährigen an, sich manchmal einsam zu fühlen.  Drüber reden tut man aber selten, man will nicht zur Last fallen, und schambehaftet ist Einsamkeit nach wie vor. Frauen offenbaren sich eher: 40% der Befragten gaben an, manchmal über ihr Einsamkeitsgefühl zu sprechen, bei Männern sind es nur 22%. Und ich? Ich habe mich dir mit diesem Text jetzt zugemutet mit meiner Verletzlichkeit, tut mir Leid, ich find‘s selbst echt unangenehm. Und, was macht das mit dir? Einsamkeit ruft beim Gegenüber eine Furcht hervor, eine "Angst vor Ansteckung". Im kollektiven Bild schwingt mit, dass die Einsamen ihr Schicksal verdient hätten: Dass etwas nicht stimmt mit ihnen, sie zu schüchtern sind oder zu eigenbrötlerisch oder selbstmitleidig oder generell unattraktiv. Das Letzte, was ich mit diesem Text übrigens will, ist, Mitleid zu bekommen. “Du Arme, so einsam bist du also.” Einfach lesen und Klappe halten, bitte! Ihr dürft aber gerne schreiben, wie euch der Text gefallen hat 😉  Die Wahrheit ist: Niemand von uns kann der Einsamkeit entkommen. Sie ist eine unabwendbare, existentielle Erfahrung, vielleicht auch eine notwendige. Wer sagt, dass er nie einsam ist, DER LÜGT!!!!!! Übrigens: Auch Menschen in Beziehungen sind einsam. Das Leben mit einem Partner zu teilen – aber separierte Innenwelten zu haben, in dem der andere kaum eine Rolle spielt. Das stelle ich mir auch isoliert und unverstanden vor. Aber: Wenn man Single ist und sich einsam fühlt, dann bleibt man das auf absehbare Zeit auch. Was will ich mit diesem Text und wie kriege ich einen positiven Spin zum Ende hin? Nun, das weiß ich auch nicht recht. Auf keinen Fall will ich Einsamkeit romantisieren, die positiven Seiten hervorheben, die sie wohl auch hat (Schult die Selbstwahrnehmung, man übernimmt stärkere Verantwortung fürs eigene Leben, wichtiger Weg zum inneren Wachstum, Beziehungspflege mit sich selbst stärkt Beziehungen zu anderen) . Ich wollte einem Gefühl ein Gesicht geben, das selten ein Gesicht bekommt. Ich wollte mit meinem Text außerdem eine Lebensphase beschreiben, in der einige in der Rush Hours ihres Lebens sind: verheiratet, verpartnert, mit kleinen Kindern, vielleicht schon wieder zurück im Job, rundum gefordert, rundum Lebendigkeit. Und andere irgendwie zu wenig Lebendigkeit haben. Ich wollte Anknüpfungspunkte für Menschen schaffen, denen es ähnlich geht wie mir, damit sie weniger einsam sind mit ihrer Einsamkeit. Was ich beim akuten Gefühl von Einsamkeit gemacht habe 1.       Ansprechen. Nicht immer, aber manchmal: habe ich Freundinnen geschrieben, dass ich mich gerade einsam fühle. Es tat gut, auszusprechen, wie es wirklich in mir aussieht. Ich habe darauf auch wohltuende Reaktionen bekommen. Schließlich brauchen die anderen auch erstmal das Wissen darüber, was los ist, um den ersehnten Schritt näher zu kommen. Niemand kann Gedanken lesen – oft scheinen die Dinge nach außen anders: man ist unterwegs, busy, eingebunden, postet ja auch nur die rosigen Momente als insta Story. Trotzdem habe ich das nicht immer gemacht, das Ansprechen. Als es mich zum ersten Mal überkam: Okay, mutig sein, das E-Wort beim Namen nennen, andere einweihen, so will es das Psychologie Lehrbuch. Als es dann aber nicht besser wurde und die Einsamkeit wiederholt anklopfte: dann habe ich es nur mit der einen Single-Freundin geteilt, die in der gleichen Lebenssituation ist wie ich und die genau weiß, wie es sich anfühlt. 2.       In die Aktion gehen Ich bin außerdem aktiv gegen meine Einsamkeit vorgegangen: Habe mir Bumble for Friends runtergeladen, Frauen gematcht, mich verabredet, mich fremden Gruppen angeschlossen, Smalltalk betrieben, hatte Dates und hab mich immer wieder “raus” getraut. Und das ist noch nicht die Endlösung gegen Einsamkeit, neue Kontakte haben noch nicht den Wohlfühlfaktor, den langjährige Freundschaften haben, in denen man sich mühelos suhlen kann und aufgeladen rausgeht. Aber ich habe ein paar neue Freundschafts-Fäden aufgenommen, die ich weiterverfolgen möchte. Und ich weiß, dass Gefühle in Wellen kommen und gehen. Meine Freundinnen sind von ihren Reisen zurückgekehrt. Ich bin selbst erstmal viel unterwegs. Und ich habe kritisch nachgeschaut: Gibt es da vielleicht ein paar Nachrichten bei WhatsApp, die noch auf Antworten von mir warten? War ich selbst proaktiv genug im Verabredungen-Vorschlagen? Manchmal überwältigt einen das akute Gefühl des Verlassen-Seins so stark, dass es von der eigentlichen Sachlage ablenkt. Ein neutraler, kritischer Blick hilft. Bin ich wirklich ohne Bindungen? Ist das WIRKLICH so? Was bei mir zentral war: irgendetwas geplant zu haben, auf das ich mich freuen kann. Damit lassen sich auch Hängepartien überwinden - Vorfreude is Queen!     Und zum Abschluss Tipps bei akuter Einsamkeit: 1.       Reality Check:  Bin ich wirklich einsam? Oder gibt es da noch Leute, die auf Antworten von mir warten? 2.       Aufschreiben:  Welche Menschen sind in meinem Leben? Mit wem wäre ich gerne enger befreundet? 3.       Gefühl zulassen:  Hallo Einsamkeit, was willst du mir sagen und warum kommst du gerade jetzt? Über die Meditations-App Balloon habe ich wohltuende Meditationen zum Thema "Einsamkeit" gefunden, die man sich anhören kann, wenn das Gefühl ganz akut ist. 4.       Den Kalender raus zoomen:  Ist es vielleicht gerade eine Hängepartie und in ein paar Monaten geht’s wieder rund? Ein großzügiger Blick in den Kalender und das, was in den nächsten sechs Monaten passieren wird, gibt dir eine Idee davon, ob dein aktuelles Gefühl vielleicht schon bald wieder passé sein wird. 5.       Drüber reden:  “Ich fühle mich gerade einsam” – gibt es da jemanden, dem du diesen Satz sagen könntest? Einfach mal aussprechen und schauen, was passiert.   6.       Mikro Kontakte pflegen:  der kurze Plausch im Flur mit den Nachbarn, den Kellner nach seiner Empfehlung fragen, der alten Dame die Einkäufe tragen. Diese sogenannten “loose ties”, also lockere Verbindungen zu Bekannten oder Nachbarn, werden häufig unterschätzt. Dabei führt eine kurze Begegnung oft zu netten Interaktionen, die die Laune verbessern. 7.       Offenen Aufruf für deine Pläne posten: Worauf hast du denn gerade Lust? Konzert, Wandern, Kino oder Theater? Kaufe Tickets für zwei und poste einen offenen Aufruf bei insta oder WhatsApp: Habe diese Tickets, wer möchte mit? Hat bei mir schon öfter funktioniert. Stell’ dir vor, das würden alle machen. Man hätte ständig eine Veranstaltungsbörse seiner Mitmenschen zur Hand, wie genial wäre das denn! 8.       Einer offenen WhatsApp Gruppen beitreten: Über den instagram-Kanal von Carina Blumenau und ihre "Get in Touch"-Gruppen bin ich auf eine WhatsApp-Gruppe gestoßen, in der rund 250 Single-Frauen in München sind. Hier werden regelmäßig Aufrufe zum gemeinsamen Essengehen, Tanzen, Konzerte oder Wandern gepostet und auch Empfehlungen für Friseure uä ausgetauscht. Vielleicht gibt es auch in deiner Nähe eine offene WhatsApp-Gruppe, der du beitreten kannst? "Wenn ich bereit bin, Einsamkeit zu erleben, entdecke ich Verbindung überall." Jennifer Welwood

  • Mantra: Einfach mal was überstürzen!

    Was wäre, wenn wir einfach mal was überstürzen? Nicht abwägen, Vor- und Nachteile auflisten, Konsequenzen antizipieren, eine wohlfundierte Entscheidung treffen. Sondern überstürzen halt! Reinsteigern, übertreiben, mit dem Flow mitgehen und selbst einen draufsetzen. Beim Date mit dem Latinoschwaben heute Abend nicht nur knutschen, sondern fummeln. Das Haus kaufen! Die Kündigung schreiben! Vielleicht ist das Beste, was wir tun können, das Gegenteil von Halblang. Die Porzellankiste zum Klirren bringen. Das Beste ist, wenn wir überstürzen. Lass' uns einfach mal wieder was überstürzen!😃

  • Methode: Erzähl mir jedes Detail!

    "Erzähl mir jedes Detail!" Eine Aufforderung, die dich einlädt, alles mit mir zu teilen: was du gegessen hast, worüber du dich geärgert hast, mit wem du telefoniert hast, worüber ihr gesprochen habt, was du gegoogelt hast und vieles mehr. Die absolute Erlaubnis, sich zu öffnen. Lieb ich! "Erzähl mir jedes Detail!" Eine Aufforderung, die mein Gegenüber einlädt, alles mit mir zu teilen: Wie war dein Tag, was hast du gegessen, worüber hast du dich geärgert, was hat dich gefreut, was hast du gegoogelt, mit wem hast du telefoniert, worüber habt ihr gesprochen? Die absolute Erlaubnis, sich zu öffnen und dem anderen zuzumuten. Ein Satz, der Verbindung schafft.  Lieb ich 🤍 Ist mir vom Buch "Die Liebe und ihr Henker" des Psychoanalytikers Irvin D. Yalom hängen geblieben und habe ich gerade wieder gelesen in seinem Buch "Der Panama-Hut oder Was einen guten Therapeuten ausmacht". Er nutzt diesen Satz als Tool, um möglichst früh möglichst viel über Patienten zu erfahren. Und auch ich verwende ihn gerne, weil er Vertrauen schafft und Informationen zu Tage befördert, die wichtig sind und die unter anderen Umständen erst viel später - oder gar nicht - zur Sprache gekommen wären.

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